23. August 2019 | Publikation: Bauwelt

  Ausschnitt Titelblatt Bauwelt 17.2019 © Bauverlag BV GmbH  

Wie Phoenix aus der Asche? Die Zukunft des Mackintosh Building der Glasgow School of Art


Nach einem ersten Brand im Mai 2014, der mit dem Bibliothekstrakt zwar einen extrem bedeutenden Teil des Gesamtensembles betraf, aber dennoch räumlich vergleichsweise begrenzt blieb, stand das Mackintosh Building der Glasgow School of Art im Juni 2018 erneut in Flammen. Während das Schicksal des Gebäudes in den britischen Medien weithin diskutiert wurde, drangen der weitgehende Verlust der Glasgow School of Art sowie die Frage nach dem Umgang mit dessen Überresten in Deutschland jedoch kaum ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Verena Hake und Tobias Glitsch haben daher die persönliche Begegnung mit dem Œuvre Charles Rennie Mackintoshs während der diesjährigen Pfingstexkursion zum Anlass genommen, in Heft 17.2019 der Bauwelt die Debatten rings um den Wiederaufbau des Mackintosh Building auch für ein deutschsprachiges Publikum zusammenzufassen und kritisch zu bewerten.

Dabei zeichnet der Artikel nach, wie nach dem ersten Brand der spontane Impuls, das Gebäude möglichst originalgetreu wiederherzustellen, in unterschiedlichsten Diskussionsformaten reflektiert und argumentativ unterfüttert wurde und welche durchaus mustergültige Leitlinien für das weitere Vorgehen die Verantwortlichen daraus entwickelten. Dem gegenübergestellt werden die Reaktionen auf den zweiten Brand, nach dem die Schulleitung zwar weiterhin an einer Rekonstruktion des Gebäudes festhielt, nach dem diese Haltung allerdings von unterschiedlichen Seiten zunehmend infrage gestellt wurde.

Nicht zuletzt in Anbetracht der Bedeutung des Gebäudes als Hauptwerk Mackintoshs sowie als Identifikationssymbol für Schule und Stadt schließt sich der Artikel am Ende zwar der Entscheidung für eine Rekonstruktion an. Er betont aber, dass dabei – ganz im Sinne der vor allem nach dem ersten Brand diskutierten Rolle des Mackintosh Building als Träger immaterieller Bedeutungsschichten – die Erinnerung an die Zerstörung in die Konzeption des Wiederaufbaus miteinfließen muss, "als Zeichen dafür, wie viel früher notwendige Schutzmaßnahmen hätten getroffen werden müssen, vor allem aber als integraler Teil der Gebäudebiographie, als Aufforderung für eine verantwortungsbewusste Bewahrung und als Anknüpfungspunkt für eine schöpferische Fortschreibung."

Ganzer Artikel: Wie Phoenix aus der Asche?

 
 

Kontakt

Dr.-Ing. Tobias Glitsch
Dipl.-Ing. Architektin Verena Hake