SoSe 2020 | 180° – Bauen in der Spitzkehre

  Spitzkehre mit Gebäude Urheberrecht: © Felix Piel
 
 

Der bis zu 2431 Meter hohe Furkapass liegt am östlichen Ende des Kanton Wallis in den Schweizer Alpen und windet sich in engen Spitzkehren den Berg hinauf.

An seinem vielleicht spektakulärsten Abschnitt scheint die Fahrbahn den benachbarten Rhônegletscher beinahe zu berühren, und gen Westen konkurrieren die großartigsten Alpenpanoramen miteinander. Genau hier – in der zweiten Spitzkehre – eröffnete Josef Seiler 1883 das legendäre Hotel Belvédère. Der longitudinale, bollwerkartige Bau formiert eine architektonische, eine typologische Ausnahmeerscheinung: Wo sonst hat jemand gewagt, einen Ort der Einkehr, der Rast, der Kontemplation zu schaffen, der gleichsam fortwährend umwandert, umradelt, ja umfahren – und damit von Bewegung umspült – wird?

Im Rahmen des B4-Projektes befassten sich die Studierenden mit diesem scheinbaren Paradoxon, indem sie selbst eine Unterkunft in einer Spitzkehre des Furka- oder des benachbarten Grimselpasses entwarfen.

 
 

Pläne und Perspektiven


 
 

Betreuung Hochbau

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat (Prüfung)
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hartwig Schneider (Co-Prüfung)
Dipl.-Ing. Architektin Verena Hake
Dipl. Arch. Bruno Schindler

Betreuung des Ergänzenden Moduls

Dipl.-Ing. Architekt Stefan Walter