SoSe 2017 | Kármán 2.0

  Perspektive Hanna Potulski Urheberrecht: © Hanna Potulski
 
 

Ein Campus zwischen RWTH Aachen und Stadt, Bildung und Begegnung


Im inneren Ring der Aachener Innenstadt gelegen, stellte das Kármán-Forum jahrzehntelang den zentralen Hörsaalkomplex der RWTH Aachen dar. Heute ist der Auditoriumsteil aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs geschlossen und durch einen Hörsaalneubau am Aachener Westbahnhof ersetzt worden. Langfristig gesehen ist es fraglich, ob das Kármán-Forum in seiner momentanen Nutzungsform in der "Campuslandschaft" der RWTH noch Verwendung finden wird. Aufgrund seiner zentralen Lage zwischen RWTH-Hauptgebäude und Aachener Dom sowie aufgrund der unter Denkmalschutz stehenden Gebäudesubstanz wird aktuell nach einem neuen Zukunftskonzept für dieses Gelände gesucht.

Das Umnutzungsprojekt "Kármán 2.0" beschäftigte sich mit der Frage, wie das Kármán-Forum seiner städtebaulichen Bindegliedfunktion zwischen RWTH Aachen und Stadt wieder gerecht wird, wie neue Nutzungskonzepte das Areal wiederbeleben und wie der Gebäudekomplex Teil einer urbanen Universität des 21. Jahrhundert werden kann. Ziel war es, einen Ort zu entwickeln, an welchem - über die Lernlandschaft hinaus - Verbindungen zwischen der RWTH Aachen, Studierenden, Wirtschaft und der Aachener Bürgerschaft entwickelt werden. Durch den Abbau von baulichen Barrieren, eine bessere Durchwegbarkeit des Geländes und die Ergänzung einer bauliche Struktur sollte ein potentialreicher Campus entstehen und ein ganz neues Forum für Aachen: Das Kármán 2.0. Bauliche Eingriffe in den Bestand sollen dabei minimiert werden, um den Wert des Baudenkmals zu schützen. Trotzdem sollte aber auch das Kármán-Forum an moderne Anforderungen universitärer Gebäude angepasst werden und für neue Nutzungsfelder geöffnet werden.

Durch die Ergänzung einer selbsttragenden, modularen Struktur wird die alte Bausubstanz durch neue Räume erweitert. Die filigrane, durchlaufende Glaskonstruktion lässt sich zur Belüftung und Einbeziehung der Außenräume partiell öffnen.Teilöffnungen wie auch Einschnitte in den vorhandenen Dachflächen ermöglichen eine natürliche Belichtung und führen zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Bestandsbaus. Gleichzeitig mindern sie aber nicht die Wahrnehmbarkeit der unter Denkmalschutz stehenden Gebäudesubstanz. In gleicher Weise trägt auch die neue, intensive Begrünung der Kármán-Außenbereiche dazu bei, die räumlichen Qualitäten des Baudenkmals wieder mehr zum Ausdruck zu bringen und nutzbarer zu gestalten.

 
 

Pläne und Perspektiven


 
 

Betreuung

Univ-Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat
​Dr.-Ing. Caroline Helmenstein
Dipl. Arch. Bruno Schindler