WiSe 2018/19 | Palermo: Urbane Impulse

  Eingangsperspektive "Impulse Palermo" Thomas Klinkhammer/Samila Sydiq Urheberrecht: Thomas Klinkhammer/Samila Sydiq
 
 

Bekannt für seine Kulturschätze und einzigartige Historie, berüchtigt für Armut, mafiöse Strukturen und Korruption, schien in Palermo lange Zeit alle Hoffnung verloren. Der Kampf gegen diese Zustände begann in den 1980er Jahren. Seitdem hat sich unter dem noch amtierenden Bürgermeister Orlando einiges getan; verkehrberuhigte Bereiche und renovierte Hauptachsen sind nur einige sichtbare Ergebnisse seines Kampfes gegen die Zustände.

Auf Basis einer weit gefächerten und tiefgreifenden Analyse umfasst der städtebauliche Entwurf Interventionsräume, die in der Altstadt verteilt sind. Diese Räume ergeben einen zusammenhängenden Rundgang, der fernab der Hauptachsen die wenig kulturell erschlossenen Gebiete innerhalb der Viertel verbinden. Thematische Gliederungen und Ausgestaltungen verleihen den einzelnen Abschnitten ihre einzigartigen Identitäten.

Ein Schwerpunkt des Entwurfs liegt auf dem Foro Italico. Diese nach dem zweiten Weltkrieg aufgeschüttete Landpartie wird durch einen Kanal vom Festland getrennt und in eine Reihe von Inseln mit eigenen Eigenschaften eingeteilt. Die nördlichste dieser Inseln beherbergt einen streng geometrisch aufgebauten Markt, der die palermitanischen Prinzipien der arabischen und italienischen Märkte aufnimmt und mit dringend notwendigen Hallenkörpern ergänzt. Besondere Gliederung erfährt die Struktur durch Windtürme aus der persischen Architektur, die für natürliche Kühlung und Belüftung sorgen. Eine weitere entwerferische Vertiefung befindet sich in der verlassenen Vucciria. Im künstlerisch-musikalischen Wegabschnitt findet ein neues Gesangsinternat Platz, das mit einer starker Außenwirkung zu einer neuen Attraktion des Viertels wird.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Bildnerische Gestaltung von Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Thomas Schmitz betreut.

 
 

Pläne und Perspektiven


 
 

Betreuung

Univ-Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat