S | Frühneuzeitliche Architektur der nördlichen Niederlande

  Moritzhaus und Binnenhof in Den Haag Urheberrecht: © FrankMagdelyns1 (Pixabay)  

Im Fokus des Seminars steht die frühneuzeitliche Architektur der nördlichen Provinzen der Niederlande. Die 1581 gegründete Republik der „Sieben Vereinigten Provinzen“ (Generalstaaten) steht vor der Aufgabe, ihre Macht gegenüber den spanisch beherrschten südlichen Niederlanden zu festigen und bedient sich zur Demonstration u.a. der Architektur als Repräsentationsmittel. Nach der Ermordung des Freiheitskämpfers und Statthalters Wilhelm von Oranien aus dem Hause Nassau-Dillenburg, 1584, tritt sein Sohn Moritz von Oranien (1567-1625) sein Erbe als Statthalter an und wird Oberbefehlshaber auf Seiten der protestantischen Niederlande. Er ist Bauherr des ersten monumentalen protestantischen Kirchenbaus der Niederlande sowie Stifter diverser repräsentativer Profanbauten.

Das Seminar soll der Analyse und Kontextualisierung seines Architekturverständnisses dienen. Die Rolle des zeitgenössischen Betrachters einnehmend, wollen wir uns den wichtigsten Aufenthaltsorten Moritz von Oraniens widmen, sein Wirken als Stifter untersuchen sowie einen Blick auf die Architekturentwicklung in den Jahren kurz nach seinem Tod werfen.

 
 

Modul

Seminar | Kulturelle und Historische Grundlagen III
B.Sc. | 5. Semester

Termine

Ausgabe: Montag, 18. Oktober 2021,16.30 Uhr
Regeltermin: Montag, 16.30 Uhr bis 18 Uhr, Reiff, R140
Abgabe: Montag, 21. Februar 2022

Dozentin

Sara Dolls, M.A.