M2.1a | Schloss Augustusburg in Brühl – Besuchszentrum für eine Welterbestätte

  UNESCO-Welterbestätte Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl © Horst Gummersbach  

Schloss Augustusburg in Brühl bei Bonn war der Ort repräsentativer Staatsempfänge in der Gründungszeit der Bundesrepublik Deutschland, nach dem zweiten Weltkrieg, als im Bonner Umland alle Funktionen einer Bundeshauptstadt angesiedelt wurden. 1984 wurde das Schloss mit seinem Park und dem dort befindlichen Jagdschloss Falkenlust zum UNESCO-Welterbe erklärt und seit 2000, nach dem definitiven Umzug aller Hauptstadtfunktionen nach Berlin, konnte das Schloss ausschließlich für Besucher*innen der Welterbestätte geöffnet werden.

Der Wechsel in der Nutzung des Bauwerkes, insbesondere die Belastung der empfindlichen Ausstattungen des Interieurs durch Feuchtigkeit erfordert ein neues, großzügiges Besuchszentrum, in dem die zahlreichen Teilnehmer*innen der Schlossführungen empfangen werden, Kleidungsstücke an einer Garderobe abgegeben und nach dem Schlossbesuch Andenken gekauft oder Sonderausstellungen der Welterbestätte besucht werden können.
Das zweisemestrige Modul entwickelt verschiedene Strategien der Entwurfsarbeit, die sowohl die Topographie des gewachsenen städtebaulichen Kontexts betrachtet als auch den Baubestand der alten Wirtschaftsflügel sowie der dort betriebenen Werkstätten und eingelagerten Sammlungen.

Auf einen Vorentwurf für das Besuchszentrum am Schloss zwischen Bahnhof und Stadt Brühl folgt die detaillierte Erforschung der Orangerieflügel und der Wirtschaftsgebäude vor Ort, die in der abschließenden Projektarbeit im Sommersemester 2024 für das Besuchszentrum angemessen zu erschließen sind.

 
 

Modul

M2 | Entwurfsprojekt
M. Sc. | 2. und 3. Semester

Termine

Beginn: Dienstag, 10. Oktober 2023, 10 bis 14 Uhr, Bibliothek AGes
Regeltermin: Dienstags, 10 bis 14 Uhr, Bibliothek AGes
Exkursionen nach Brühl: Dienstag 17. Oktober 2023 und 16. / 23. / 30. Januar 2024
Abgabe: Dienstag, 9. Januar 2024

Dozent*innen

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat
Dr.-Ing. Tobias Glitsch
Dipl.-Arch. Bruno Schindler