WA | Himmel auf Erden. Das Himmlische Jerusalem am Aachener Dom

  Wandteppich aus dem 14. Jahrhundert: Johannes von Patmos beobachtet die Ankunft des Himmlischen Jerusalems © public domain  

Wie sieht der Himmel auf Erden aus?

Die europäische Architektur- und Kunstgeschichte beantwortet diese philosophische Frage mit dem Motiv des Himmlischen Jerusalems, das laut der biblischen Offenbarung des Johannes die Zukunft der Welt nach der Apokalypse aufzeigt. Die irdische Stadt Jerusalem wird dabei zu einer Kunstform stilisiert, die aus dem Himmel auf die Erde hinabgleitet und die göttliche Vollkommenheit symbolisiert.

Über die Jahrhunderte hinweg lassen sich kulturhistorische Rezeptionen in vielfältigen Formen beobachten: Das Himmlische Jerusalem spiegelt sich großmaßstäblich im historischen Städtebau, in der Architektur sakraler Bauwerke und in einer Vielzahl an Bildwerken wider. Interessanterweise ist dabei sämtlichen Interpretationen des Motivs ein Grundkanon an Merkmalen gemein, während andere Eigenschaften frei und mit ortsspezifischen Charakteristika versehen werden.

Im Rahmen des Seminars begeben wir uns auf die Suche nach dem Himmlischen Jerusalem am Aachener Dom. Wir werden seine Architektur, den Domschatz sowie seine Bildwerke gemeinsam mit den vor Ort forschenden Kunsthistoriker*innen untersuchen und gemeinsam erkunden, welche Formen das Himmlische Jerusalem angenommen hat. Die gewonnenen Erkenntnisse werden als Seminarabschluss in Form einer Ausstellung in der Bibliothek des Lehrstuhls präsentiert.

 
 

Modul

Wahlmodul
B. Sc. | alle Semester

Termine

Ausgabe: Dienstag, 17. Oktober 2023, 16 Uhr, Bibliothek AGes
Regeltermin: Dienstags, 16 bis 17 Uhr, Bibliothek AGes
Abgabe: Dienstag, 30. Januar 2024, 16 Uhr

Dozent

Yannick Ley, M. Sc. RWTH