WA | Brutalismus: Ethik oder Ästhetik?

  Straßenszene in dem brutalistischen Alexandra Road Estate, London © Felix Martin  

In den letzten zehn Jahren hat sich die öffentliche Rezeption brutalistischer Bauten stark gewandelt: von verunstalteten Betonmonstern zu gefährdeten Denkmälern, deren ausdrucksstarke Formen in den sozialen Medien zu beliebten Motiven geworden sind.

Doch der Begriff Brutalismus" ist vage und ruft eine Vielzahl unterschiedlicher Assoziationen hervor. In diesem Seminar werden wir uns daher auf die frühen Jahre der brutalistischen Architektur (1950-1965) konzentrieren und Fragen aufwerfen wie: Was definiert brutalistische Architektur? Wer prägte den Begriff? Was waren die Beweggründe für die Merkmale des Brutalismus? Verfolgten Architekt*innen und Bauherr*innen eine ethische oder ideologische Agenda oder erkundeten sie einfach die ästhetischen Möglichkeiten von Beton und anderen Rohstoffen? Welche Denkmäler repräsentieren die Architektur des Brutalismus am besten? Welche politischen und kulturgeschichtlichen Entwicklungen spiegeln sich in diesen Bauten wider?

Um der Komplexität des Themas gerecht zu werden, werden wir das Seminar mit der Lektüre grundlegender Texte beginnen, um dann weitere und präzise Forschungsfragen zu stellen. Die Studierenden werden dann versuchen, Antworten auf einige dieser Fragen zu formulieren, indem sie ausgewählte Denkmäler, Architekt*innen oder Typologien recherchieren und (teilweise vor Ort) präsentieren.

Englischsprachige Studierende sind willkommen. Alle weiteren Einzelheiten bezüglich der Sprache des Kurses werden beim ersten Treffen besprochen.

 
 

Modul

Wahlmodul
M. Sc. | alle Semester

Termine

Ausgabe: Mittwoch, 18. Oktober 2023, 10 bis 11:30 Uhr, Bibliothek AGes
Regeltermin: Mittwochs, 10 bis 11:30 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben

Dozent

Dr.-Ing. Felix Martin