WiSe 2021/22 | St. Hubertus von Gottfried Böhm

  Franziska Müller und Britta Schebesta Urheberrecht: © Franziska Müller und Britta Schebesta
 
 

Visionen für den "Backenzahn"


Am Fuße des Aachener Kronenbergs befindet sich mit der 1964 fertiggestellten katholischen Kirche St. Hubertus ein architektonisches Kleinod, für dessen Entwurf der Pritzker-Preisträger Gottfried Böhm verantwortlich zeichnet. Einst lebendige Viertelkirche, wird das im Volksmund bisweilen als "Backenzahn" bezeichnete Gebäude heute jedoch nur noch selten genutzt, so dass infolge des Prozesses "Kirchliches Immobilienmanagement" (KIM) im Bistum Aachen nun eine – vorerst fiktive – zukünftige alternative Nutzung für den Kirchenbau entwickelt werden soll.

Das Entwurfsprojekt im Wintersemester 2021/22 hatte zum Ziel, das räumliche und funktionale Potenzial des ehemals schieferbekleideten "Felsen aus Beton" neu auszuloten und (in Anlehnung an die ursprüngliche Vorstellung des Architekten von einem veritablen Gemeindezentrum) im und um den Kirchenbau Nutzungen zu ersinnen, die diesen eigentlich als Viertelentrée gedachten Ort (wieder) zu einem Anziehungs- und Anknüpfungspunkt werden lassen. Böhm hatte die Aachener Kirche St. Hubertus nämlich – ähnlich wie die Wallfahrtskirche in Neviges oder auch die Kirchen des Altenzentrums St. Hildegard in Düsseldorf-Garath sowie des Kinderdorfs Bethanien in Bergisch Gladbach-Refrath – nie als freistehenden Solitär konzipiert, sondern als Mittelpunktsarchitektur einer größeren Gesamtanlage, die im Aachener Fall jedoch nicht zur Ausführung kam.

Die Bearbeitung erfolgte in Zweierteams und wurde im Sommersemester 2022 durch die gemeinsame Konzeption der Ausstellung "Vorstadtikone" fortgesetzt.

 
 

Ausgewählte Entwurfsergebnisse


 
 

Betreuung

Univ-Prof. Dr.-Ing. Anke Naujokat
Dipl.-Ing. Architektin Verena Hake
Dr.-Ing. Caroline Helmenstein